Bauphase - Schöllnstein

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Bauphase

Unser Dorf > Hochwasserschutz

Die Ortschaft Schöllnstein fällt alle Jahre diversen Hochwasserereignissen zum Opfer. Durch die spezielle geographische Lage der Ortschaft und dem Einfluss zweier Gewässer auf das Hochwassergeschehen ist ein umgreifendes Hochwasserschutzkonzept notwendig, um Schöllnstein vor zukünfitges Hochwasserereignissen schützen zu können.
In die Konzeption des modernen Hochwasserschutzes fließt nicht nur der technische Hochwasserschutz am Gewässer selbst, sondern verschiedene Möglichkeiten mit ein. Dabei spielen Maßnahmen im Ortsbereich, Rückhalt im Einzugsgebiet, Flächenvorsorge und örtliche Rückhaltungen durch Hochwasserrückhaltebecken eine wichtige Rolle.
Im Zuge der Konzepterstellung wurden sämtliche Parameter, welche innerhalb eines Einzugsgebietes auftreten, in ein hydrologisches Modell integriert. Auf Basis dieser Eingangsdaten konnte dann der Abfluss, welcher sich an gewissen Knotenpunkten und innerhalb von bestimmten Gewässerstrecken einstellt, ermittelt werden. Bemessungshochwasser war ein HQ 100, also ein Hochwasser, welches alle 100 Jahre auftritt.
Der Abflusswert, welcher sich für eben dieses HQ 100 einstellt, wurde nun aus dem hydrologischen Modell in die hydraulische Modellierung übernommen. Diese hydraulische Modellierung wurde explizit für den Ortsbereich von Schöllnstein durchgeführt. Ziel dieser Simulation war es nun, die gefährdeten Flächen durch eine Überschwemmung innerhalb der Ortschaft zu ermitteln. Eine erste Berechnung und Darstellung erfolgte für das HQ 100. Des weiteren wurden einige Berechnungen durchgeführt, um den maximal zulässigen Abfluss durch die Ortschaft zu ermitteln, da auf dessen Basis eine Auslegung von Hochwasserrückhaltemaßnahmen erfolgte.    
Der Abflusswert von ca. 19m³/s übersteigt bei weitem die Leistungsfähigkeit des Bachbettes innerhalb der Ortschaft. Da das Bachbett im Innerortsbereich auch sehr verbaut ist und vor allem ein Straßendurchlaß die Leistungsfähigkeit des Gewässers stark einschränkt, sind Schutzmaßnahmen kaum realisierbar. Somit fiel das Hauptaugenmerk auf eine Rückhaltung über ein Trockenbecken ausserhalb der Ortschaft, aber trotzdem wurde in einer vielfältigen Variantenbetrachtung (reicht von einer Rückhaltung ausserorts bis hin zu einer möglichen Umgestaltung des Bachbettes im Innerortsbereich) versucht, alle Möglichkeiten auszuschöpfen.
Im Zuge des Konzepts wurden verschiedenste Rückhaltemaßnahmen und Kombinationen der einzelnen ermittelt und sowohl ökologisch als auch ökonomisch bewertet. Es wurden diverse Vorschläge unterbreitet und insgesamt 8 Ausführungsvarianten vorgestellt.
Die Entscheidung fiel auf die "große" Variante, in der eine 9m hohe Staumauer errichtet wird.

Im November 2011 fand der Spatenstich statt. Unten sehen Sie Bilder vom Baufortschritt

Vor Baubeginn
15.02.2011
16.03.2011
21.03.2011
27.03.2011
01.04.2011
11.04.2011
15.04.2011
01.05.2011
01.05.2011
14.05.2011
20.05.2011
05.06.2011
15.06.2011
26.06.2011
08.07.2011
22.07.2011
 
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