Geschichte - Schöllnstein

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Geschichte

Expositur

Nachdem die Schöllnsteiner Bürger im Jahre 1866 eine neue Schulstelle mit Schulhaus erhielten, so war der Wunsch groß, eine eigene Seelsorgestelle, eine Expositur, zu erhalten.
Nach vielen, aber immer vergeblichen Versuchen und Bemühungen wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts noch einmal alle Hebel in Bewegung gesetzt und diesmal mit Erfolg. Hauptsächlich durch Vermittlung des Herrn Abgeordneten Dr. Pichler, der als früherer Kooperator in Hofkirchen, Schöllnstein gut kannte und teilweise auch pastoriert hat, und weil das bischöfliche Ordinariat Passau die Einrichtung einer Seelsorgestelle für sehr notwenidg erachtete, wurde im bayerischen Landtag bei Beratung des Kulturbudgets die Errichtung einer Expositur Schöllnstein, d.h. die zur Sustentation eines Expositus jährlich notwendige Summe aus Staatsmitteln genehmigt. Am 8. januar 1901 hielt der erste Expositus zur größten Freude der hiesigen Bevölkerung seinen Einzug in das neu erbaute Expositurhaus.
Anfangs erstreckte sich die Expositurgemeinde nur über jenen Teil des Schulsprengels, der bisher zur Pfarrei Hofkirchen gehört hatte; erst im Jahre 1904 wurden auch die übrigen Ortschaften, die bisher zwar zur Schule Schöllnstein, aber zur Pfarrei Iggensbach gehörten, in den neuen Expositurbezirk einbezogen, so daß Expositur und Schulsprengel sich deckten.

Ein Kichenbau war nicht notwendig, da die bereits vorhandene Kirche, die im Jahre 1762 erbaut wurde, räumlich groß genug war für die kleine Kirchengemeinde.
Zur Zeit als der erste Expositus hier aufzog, war die Kirche in einem ziemlich verwahrlosten Zustand. Im Inneren der Kirche war fast alles in einem elenden Zustand; die Kanzel dem Einsturz nahe, der Hochaltar vollständig wurmstichig, die Stühle morch, das Ziegelsteinpflaster sehr defekt.
Aber unter der umsichtigen Leitung des neu ernannten Seelsorgers und mit Unterstützung vieler edler Wohltäter gelang es, der Kirche innen und außen ein neues Gewand zu geben und sie zu einem würdigen Gotteshaus zu gestalten.
Eine größere Renovierung wurde 1972 durchgeführt, wobei auch ein neuer Opferaltar angeschafft wurde.

Seit 1960 wird die  Expositur vom jeweiligen Pfarrer von Hofkirchen, seit 1. Dezember 1984 wird Schöllnstein vom jeweiligen Pfarrer von Iggensbach betreut.

Am 1. Mai 1999 feierte die Expositur Schöllnstein ihr 100 jähriges Bestehen und ist somit die jüngste Pfarrei in der Diözese Passau.

Die Expositur Schöllstein gehört zum Dekanat Osterhofen und bildet mit den Pfarreien Iggensbach und Schwanenkirchen den Pfarrverband Iggensbach.


 
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