Geschichte des KSV - Schöllnstein

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Geschichte des KSV

KSV

Begonnen hatte alles am 27. Juni 1920, dem Tag der Vereinsgründung. Nachfolgende Anzeige aus dem Vilshofener Tagblatt vom Donnerstag, den 17. Juni 1920, erinnert an den damaligen Festakt:


Gleichzeitig mit der Gründungsfeier im Jahre 1920 wurde auch die Vereinsfahne geweiht, welche bis zum heutigen Tage äußeres Symbol unserer Gemeinschaft geblieben ist.Die mit großem Geschick im Kloster zu Thyrnau gestickte Fahne wurde als erstem dem damaligen Fahnenjunkerer Josef List, Bauerssohn aus Unterngschaid, übergeben. Begleitet wurde dieser von den Festjungfrauen Marie Kreipl und Anna Weber

Die Weihe der Fahne wurde vom damaligen Ortspfarrer Hochwürdigen Herrn Jakob Jordan, durchgeführt. Nicht vergessen sei an dieser Stelle der Organisator dieses Festaktes Es war der damalige Lehrer in Schöllnstein, Herr Seeanner der in seinem Amt als Schriftführer neben dem damaligen Hauptmann, Josef Söldner, wohl als erster `offizieller` Vereinsfunktionär des Krieger-und Soldatenvereins zu bezeichnen ist,Weitere Dokumente zur Vereinsgeschichte aus der Zeit vor dem 2. 'Weltkrieg sind leider nicht mehr erhalten. Eine Rekonstruktion des damaligen Vereinslebens erübrigt sich daher, nicht zuletzt deshalb, weil unsere derzeit ältesten Vereinskameraden zur damaligen Zeit noch in den Kinderschuhen steckten.Nach Beendigung des 2. Weltkrieges waren Kriegervereine zunächst für eine gewisse Zeit lang verboten. Dennoch entstand gerade in dieser Zeit in Schöllnstein ein neues Kriegerdenkmal an dem Ort, an dem wir es auch heute noch vorfinden. Das bisherige Kriegerdenkmal war außerhalb der Ortschaft in der Kurve am Kirchberg gelegen und wurde, unter der Regie von Max Steinbügl und Michael Hies in den Jahren 1949/50 durch ein neues ersetzt. Der Bau des Kriegerdenkmals war in dieser Zeit nicht Sache des Krieger- und Veteranenvereins (dieser existierte zu damaliger Zeit überhaupt nicht), sondern wurde als Angelegenheit der Ortsgemeinschaft betrachtet und als solche durchgeführt.Die Weihe des Kriegerdenkmals wurde nach dessen Fertigstellung von Pfarrer Hundsrucker vorgenommen. Als Festredner fungierte Alois Hauzenberger aus Matzing.Nach und nach lebten in den Jahren 1953/54 bestehende Vereine wieder auf oder wurden neue Kriegervereine ins Leben gerufen.In Schöllnstein fand am 11. April 1954 die "Wiedergründung" des Krieger und Veteranenvereins statt. Folgendes Schriftstück dokumentiert wortgetreu wiedergegeben in kurzer Form den damaligen Gründungsakt.

Durch die Unterschrift erklären die Mitglieder den Beitritt zum Krieger- und Vetereanenverein. Der Verein trägt nur ortsüblichen Charakter. Die Mitglieder, welche bei der Feuerwehr sind, sind beitragsfrei. Entstehende Kosten für Ehrungen werden von beiden Vereinen gemeinsam getragen.


Als Mitglieder unterzeichneten bei diesem Gründungsakt:
Lüftl Johann (Vorstand)
List Johann
List Josef
Kroiß Johann
Käspeitzer Josef
Liebwein Josef
Weber Johann
Weber Josef (Schmid)
Weber Josef


Wie aus dem Gründungsdokument hervorgeht, war der Krieger und Veteranenverein zunächst stark an die Freiwillige Feuerwehr gekoppelt. Es wurde zwar eine eigene Vereinskasse geführt, doch reichten die Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen zeitweise nicht einmal für die Ehrungen verstorbenen Mitglieder aus. Die Freiwillige Feuerwehr mußte in diesen Fällen finanziellen Beistand leisten, zumal sie ja auch sämtliche Einnahmen aus den örtlichen Veranstaltungen (Christbaumversteigerung, Maibaumversteigerung) für sich beanspruchen konnte.Dieses Miteinander der beiden Ortsvereine gestaltete sich, nicht zuletzt aufgrund einer gut funktionierenden Ortsgemeinschaft, lange Zeit recht konstruktiv. Es nahm auch niemand Anstoß an dieser ungewöhnlichen Kooperation der beiden Ortsvereine, da der überwiegende Mitgliederteil des Krieger-und Veteranenvereins ohnehin gleichzeitig Mitglied bei der freiwilligen Feuerwehr war.In den siebziger Jahren gab es innerhalb des Krieger- und Soldatenvereins erste Bestrebungen zu einer Verselbständigung.Der erste Schritt hierzu wurde 1977 vollzogen, Ertsmalig wurde mit Johann Kroiß ein Vorstand an die Spitze des Vereins gewählt.Weitere Schritte auf dem Weg zu einer größeren Selbständigkeit wurden in den nächsten Jahren unternommen. Neben dem Beitritt zum Deutschen Soldaten- und Kameradschaftsbund in Bayern (DSKBiB) war dies vor allem auch die Übernahme der Maibaumveranstaltung von der freiwilligen Feuerwehr, die den Verein von nun an auch wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen ließ. Mit Beginn der achtziger Jahre begann der Verein zusätzlich mit der Durchführung von Faschingsveranstaltungen.Die Zunahme der Vereinsaktivitäten war in diesen Jahren wohl auch darauf zurückzuführen, daß erstmalig ein Schriftführer (Franz Mühlbauer ab 1982) und ein zweiter Vorstand (Helmut Grobotek ab 1986) die Vorstandschaftsriege komplettierten.Am 1. Juli 1979 wurden durch den 2. Kreisvorsitzenden des DSKBiB, Gotthard Fink, und Bürgermeister Josef Weiß langjährige Mitglieder des Vereins ausgezeichnet.Im März 1984 wurde das, in den Jahren 1949/50 erbaute, Kriegerdenkmal wegen Baufälligkeit abgrissen. In ca. 800 freiwillig geleisteten Arbeitsstunden gelang es, bis zum August 1984 ein neues Kriegerdenkmal zu errichten.

 
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