Glockenweihe - Schöllnstein

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Glockenweihe

Expositur

Im Rahmen einer Maiandacht feierten die Gläubigen der Expositur Schöllnstein die Weihe Ihrer neuen Glocken. Geweiht und mit Chrisam gesalbt wurden die Glocken von Domkapitular Hans Kümmeringer, der vor über 30 Jahren als Kaplan von Hofkirchen auch Schöllnstein betreute. Die kleinere der beiden Glocken, die 38 Kilogramm schweren Marienglocke, wurde größtenteils von Martin Weber, Langrain, gestiftet und erhielt ihren Namen von der Expositurkirche Maria Heimsuchung. Die größere Glocke, mit einem Gewicht von 62 Kilogramm, wurde dem hl. Rochus geweiht. Beim hl. Rochus handelt es sich um einen sogenannten "Pestheiligen".


Er wurde angeblich im Jahre 1295 in Montpellier, Südfrankreich, geboren. Bei einer Pilgerfahrt nach Rom heilte er viele Pestkranke, wurde selber von der Pest befallen und von Engeln auf wunderbare Weise geheilt. Die ihm geweihte Glocke soll daran erinnern, dass die Kirche ursprünglich als Pestkapelle vom damaligen Bäcker Mathäus Hueber von Schöllnstein zum Gedenken an seinen im Jahre 1627 an der Pest gestorbenen einzigen Sohn gestiftet wurde. Dieser wurde, wie alle anderen Pesttoten, auf dieser Anhöhe bestattet. Im Jahre 1640 wurde die Kirche gebaut, vermutlich aus Holz.


Sie brannte 1742 nach einem Blitzschlag ab und wurde dann in der jetzigen Form aufgebaut. Dabei erhielt sie auch die bis jetzt in Gebrauch gewesenen Glocken.Auch die zweite Glocke wurde von mehreren Spendern gestiftet.Vor der Maiandacht begrüßte Bischöflich Geistlicher Rat Pfarrer Günter Augenstein die zahlreichen Gläubigen, unter ihnen auch Landrat Dr. Georg Karl, die Bürgermeister Alois Zellner, Iggensbach, und Josef Weiß, Hofkirchen, mit ihren Gemeinderäten sowie die Ortsvereine FFW Schöllnstein, Krieger- und Soldatenverein Schöllnstein und Oheschützen Grubhof mit starken Fahnenabordnungen.


Sein Dank galt allen, die mit Rat und Tat mitgearbeitet haben und allen Spendern, besonders auch dem Stopselclub und dem Heimatverein.Der Finanzierungsplan der gesamten Restaurierung belief sich auf 35 000 Mark. Darunter Glockenstuhl 5250 Mark, Glocken und elektrisches Geläut 21000 Mark, Kirchenuhr 8750 Mark. Durch notwendig gewordene Nebenarbeiten erhöhte sich der tatsächliche Aufwand auf 40 000 Mark.



 
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