Iggensbach - Schöllnstein

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Iggensbach

Gde Iggensbach

Das Wappen: Gespalten; vorne wieder dreimal gespalten von Blau und Silber, hinten in Rot über einem erniedrigten silbernen Wellenbalken eine goldene Kirchenglocke.

Iggensbach liegt in der Region Donau-Wald.
Die größten Ortsteile sind neben Iggensbach die Ortschaften Reichenbach, Handlab, Gstein, Holling und Schöllnstein.
Erstmal wurde der Ort 947 als "Itenespah" urkundlich erwähnt. Von 1130 bis etwa 1600 war der Ort im Besitz von bayerischen Herzögen, seit dem 15. Jahrhundert wird der Ort als geführt. Im 14. Jahrhundert wurde die Pfarrkirche erbaut, sie besitzt die älteste datierte Glocke Deutschlands (1144). Iggensbach gehörte dann zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Hengersberg des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Erster Bürgermeister ist Wolfgang Haider (UBL), zweiter Bürgermeister ist Wolfgang Schwarz (SPD) und dritter Bürgermeister ist Fritz Schwarz (UBL).

Die Kommunalwahlen vom 16. März 2014 ergaben bei einer Wahlbeteiligung von 73,94 % folgendes Ergebnis:

UBL Iggensbach 4 Sitze (27,99 %)
Wählerinitiative WIR 4 Sitze (25,43 %)
CSU 3 Sitze (24,62 %)
SPD 3 Sitze (25,4 %)

Die neubarocke Pfarrkirche Maria Namen wurde nach einem Brand 1885 erbaut. Die neubarocke Ausstattung stammt aus dem Jahr 1922.
Ein ehrwürdiges Denkmal altbayerischer Kunst ist das Sterbeglöcklein auf dem Kirchturm zu  Iggensbach. Sie gilt als die älteste in der Inschrift datierte Glocke Deutschlands. Die Glocke trägt die Inschrift: „ANNO M C XL IIII AB INCAR. DNI FVSA E CAPA“ (campana), d. h. „Im Jahre 1144 nach der Menschwerdung des Herrn ist die Glocke gegossen“. Die Höhe der 50 Pfund schweren Glocke (ohne Krone) beträgt 41 cm, ihr Außendurchmesser 36 cm, die Wände sind 3 cm dick, der Ton ist ein unklares f3.
Ob die Glocke schon bei der Erbauung der Kirche im 12. oder 13. Jahrhundert nach Iggensbach kam oder ob sie erst später erworben wurde, läßt sich nicht mehr ermitteln. Im Jahre 1696 brannte die Kirche in Iggensbach ab, wobei nach dem Berichte des damaligen Pfarrers auch die Glocken zu Grunde gingen. Vielleicht kam damals ein Glöcklein aus der Schlosskapelle Winzer in die Iggensbacher Kirche.
Vermutet wird, dass die Glocke im nahen Niederalteich gegossen wurde, in dem es im Mittelalter unter dem Abt Gotthard (960 - 1038) Kunstwerkstätten aller Art gab und der Erzguß in hoher Blüte stand.
Die Glocke wird heute nur bei Todesfällen von Hand geläutet, wo es flehend, ja fast weinend seinen herben Klang vom Turm des Gotteshauses in alle Richtungen verstreut.


 
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