Teufelsstein - Schöllnstein

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Teufelsstein

Unser Dorf

Es war in jener Zeit, als in Schöllnstein noch die edlen Herren hausten. Einer dieser Burgherren war eifriger Jäger, aber auch kein Verächter in Bezug auf ein gutes Tröpfchen. Als er eines Tages im Morgengrauen seiner Heimatstätte, der Burg Schellenstein zuging, passierte er jene Stelle, die heute noch sichtbar ist. Er war auch sonst einer, der dem Herrgott keine besondere Freundschaft zollte.


Wie der nächtliche Wanderer nun zu jener Felspartie kam, stand drüben am jenseitigen Ufer der Schöllnach, hoch oben auf einem Felsvorsprung ein riesiger Mann. In der Hand hielt er ein großes Schnupftabakglas, das er in der Luft schwang und mit heiserer Stimmer herüber rief: "Magst a Schnüpfl?". Dabei sprang er lustig auf dem Felsen umher. Unserem Burgherren war es, als hörte er dabei einen Pferdefuß klappern und er brachte keinen Laut aus der Kehle. Ihm stiegen die Haare gen Berg und als er zu laufen beginnen wollte, da sauste der unheimliche mit lautem Getöse durch die Luft über den Bach und landete auf einer breiten, großen Felsplatte, die auf dem Weg lag. Im selben Augenblick läutete man in der Burgkapelle den Tag an und die Gestalt löste sich in Gestank und Schwefel auf.


Auf der Felsplatte sieht man den Tritt des Pferdefußes noch heute.
 
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